Das Hunger Projekt ist eine globale,
strategisch arbeitende
Nichtregierungsorganisation (NRO), die sich seit 1977
für die
nachhaltige Überwindung chronischen Hungers in 13
Ländern Afrikas, Südasiens und Lateinamerikas
einsetzt (- gegenwärtig in Äthiopien, Benin, Burkina
Faso, Ghana, Malawi, Mosambik, Senegal und Uganda; in Indien und
Bangladesch; in Mexiko, Bolivien und Peru).
Das Hunger Projekt versteht sich als Katalysator: es setzt gezielt
Entwicklungsprozesse in Gang, indem es zum einen Menschen
befähigt, zusammenzuarbeiten und
aus eigener Kraft,
eigenständig und selbstbestimmt ihre
Lebensbedingungen im
Bereich Gesundheit, Ernährung, Einkommen, Ausbildung zu
verbessern; gleichzeitig bindet es einheimische Fach- und
Führungskräfte aller Sektoren der Gesellschaft sowie
Regierungsvertreterinnen und -vertreter, Parlamentarier und andere NROs
ein, um so ein
unterstützendes
gesellschaftspolitisches Umfeld
für die lokalen Maßnahmen, Projekte und Kampagnen zu
schaffen.

Ein Hauptschwerpunkt liegt darin, in
länderübergreifenden, strategischen Aktionen
Frauen
ökonomisch zu stärken und in den lokalen
demokratischen Gremien politisch zu befähigen und auszubilden,
um so ihre zentrale Bedeutung im Entwicklungsprozess hervorzuheben und
erfolgreich mitzugestalten. So werden Einkommen schaffende
Maßnahmen für Landfrauen durchgeführt sowie
Dorfbanken und Kleinkredit-Systeme aufgebaut. Frauen werden in den
Bereichen Alphabetisierung, Gesundheit, Hygiene, Management und
Buchführung ausgebildet, ebenso wie in ihren
Führungskompetenzen, um sich, z.B. als gewählte
Abgeordnete, für die Verbesserung der Lebensbedingungen in
ihrem Dorf einzusetzen.
Als NRO und Bürgerbewegung mobilisiert das Hunger Projekt
Dorfbewohnerinnen und –dorfbewohner sowie freiwillige
Entwicklungstrainer in Tausenden von Dörfern in derzeit 13
Entwicklungsländern, und ehrenamtliche Mitarbeiter, Aktive
sowie Investorinnen und Investoren in 11 Ländern der
westlichen Welt.
Die Gründungspräsidentin des Globalen Hunger
Projekts, Joan Holmes, war Mitglied der UN - Hunger Task Force zur
Erreichung der UN-Millenniumsentwicklungsziele. Zum globalen Vorstand
gehören u.a. Persönlichkeiten wie Dr. Speciosa
Wandira Kazibwe (ehem. Vizepräsidentin und
Landwirtschaftsministerin von Uganda), Dr. Mohini Giri (ehem.
Vorsitzende der Nationalen Frauenkommission in Indien), Joaquim Alberto
Chissano (ehem. Präsident von Mosambik), Prof. George Mathew
(Direktor des Instituts für Sozialwissenschaften in Indien).
Das Hunger Projekt hat einen Beraterstatus im Wirtschafts- und
Sozialrat der UNO (ECOSOC). Der internationale Hauptsitz ist
in New York.
In Deutschland arbeitet Das Hunger Projekt e.V. seit 1983 als
gemeinnützig
anerkannter Verein mit ca. 50 ehrenamtlichen
Aktiven und fünf Mitarbeiterinnen und einem Mitarbeiter.
Spenden an das Hunger
Projekt sind steuerlich absetzbar. Das Deutsche
Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin zeichnet
das Hunger Projekt e.V. seit Jahren mit dem
DZI-Spendensiegel
für seine transparente, sparsame und
satzungsgemäße Verwendung der Spendengelder aus.
Seit 2007 ist das Hunger Projekt Mitglied bei VENRO (Verband
Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungs-organisationen).